FACHBEITRAG · ZEITWIRTSCHAFT
Was ist der Unterschied zwischen Planzeit und Vorgabezeit
Planzeit und Vorgabezeit werden häufig synonym verwendet – bezeichnen aber unterschiedliche Dinge. Dieser Beitrag erklärt den Unterschied und warum die Verwechslung zu Fehlentscheidungen führt.
Planzeiten werden aus Einflussgrößen, Vergleichsdaten oder Zeitbausteinen für zukünftige und variantenreiche Abläufe abgeleitet.
Vorgabezeiten beziehen sich auf eine festgelegte Arbeitsmethode unter definierten Bedingungen und benötigen eine nachvollziehbare Ermittlungsbasis.
Für neue Produkte ist die Planzeit oft zweckmäßig; für stabile reale Abläufe und verbindliche Soll-Ist-Vergleiche ist die geprüfte Vorgabezeit geeigneter.
ZEITWIRTSCHAFT
Planzeit und Vorgabezeit klar unterscheiden
Planzeiten dienen häufig der Planung oder Vorkalkulation. Vorgabezeiten beziehen sich auf einen definierten Arbeitsablauf und werden als verbindliche Bezugsgröße für Steuerung und Vergleich verwendet.
- Planzeit für frühe Planung
- Planzeiten werden aus Einflussgrößen, Vergleichsdaten oder Zeitbausteinen für zukünftige oder variantenreiche Abläufe abgeleitet.
- Vorgabezeit für reale Abläufe
- Vorgabezeiten beschreiben den Zeitbedarf einer festgelegten Arbeitsmethode unter definierten Bedingungen.
- Modell versus Messbasis
- Die Qualität einer Planzeit hängt vom Modell ab; eine Vorgabezeit braucht eine prüfbare Ermittlungs- oder Messbasis.
- Gültigkeit dokumentieren
- Bezugsmenge, Arbeitsmethode, Zuschläge und Einsatzgrenzen müssen für beide Zeitarten eindeutig festgehalten werden.
Die passende Zeitart wird in der Planzeitermittlung, Kalkulation und operativen Steuerung bewusst gewählt.
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